01.07.2011
Am Freitagmorgen sitzen wir um 8:15 beim Frühstück und fangen an hin und her zu überlegen… Das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung, denn die Sonne, die es gebraucht hätte um die Felsen zu trocknen, an denen wir klettern wollten, versteckt sich hinter dicken Wolken.
Wir überlegen, dass wir wenigstens den Klettersteig Sulzfluh gehen. Ernst, der Chef vom Berghaus Sulzfluh, ist bereit uns ein Stück den Berg hinauf zu fahren. Um 9 Uhr treffen die Jungs von Bergleben.de bei uns ein und wir fahren los.
Unterwegs beginnt es plötzlich zu hageln. Wir beschliessen, dass wir zunächst zur Carschinahütte laufen.
Nina hat früher dort gearbeitet und kennt daher Tom und Roman. Unser Plan ist, dass wir uns dort ersteinmal aufwärmen und wir alles, was wir nicht brauchen dort ablegen. Dann wollten wir etwas abwarten, wie das Wetter sich verändert und dann weitersehen.
Als wir ankommen, ist die Freude bei Tom, Roman und Nina groß. Sie haben sich alle lange nicht gesehen. Wir verbringen einige Zeit in der Hütte, trinken etwas und schauen uns noch einmal die Topographie des Klettersteiges an um herauszufinden, ob es im Notfall Ausstiegsmöglichkeiten gäbe.
Da das Thermometer gerade mal 4°C anzeigt, besteht wenig Hoffnung, dass es trocknet, was das Begehen des Steiges nicht leichter macht.
Schliesslich brechen wir auf, um es einfach zu versuchen. Immer wieder hagelt es. Aber so es ist eben in den Bergen: Man kann nie sicher sein, wie das Wetter am nächsten Tag, oder sogar in der anderen Tageshälfte wird. Die Laune verdirbt uns das trotzdem nicht.
Schliesslich kommen wir am Einstieg an und versuchen unser Glück.
Bei der einzigen und letzten Möglichkeit auszusteigen, beschliessen wir die Begehung abzubrechen. Es ist einfach zu gefährlich bei dem Wetter. Wir queren die Wand bis zum nächsten Geröllfeld und laufen über das Geröll hinunter bis zum nächsten Weg. Ein Stück laufen wir noch zusammen in Richtung Hütte zurück, bis sich Nina an einem Abzweig verabschiedet, um zu ihrem Auto zurückzulaufen. Wir machen noch ein Abschiedsfoto:
Dann laufen die beiden Jungs und ich zur Carschina zurück. Sie holen dort ihre Ausrüstung ab und steigen dann auch wieder ab.
Ich bin froh, wieder da zu sein! Eigentlich war ja geplant, dass ich noch eine Nacht im Berghaus Sulzfluh in Partnun übernachte. Dort habe ich am Morgen nach dem Frühstück noch die Getränke vom Abendessen bezahlt und gesagt, dass ich wahrscheinlich am Abend nicht dort übernachte. Darauf hieß es, dass ihnen das ganz recht sei, weil es zum Freitagabend immer viele Gäste gibt und sie dann ein Bett mehr haben. Umso schöner ist es dann für mich, auf der Carschina wieder willkommen geheissen zu werden.
Ich helfe dann wieder mit das Essen für die Gäste vorzubereiten (es gibt Aelplermakkaronen und eine vegetarische Variante der Aelplermakkaronen), Getränke auszugeben und abzuwaschen. Schliesslich gibt es auch für uns Abendessen. Sonja hat Ratatouille gemacht. Scheinbar können hier oben alle hervorragend kochen! Ob das ein Einstellungskriterium ist? Ich hoffe nicht! Schliesslich will ich gerne wiederkommen
Nachdem die Küche wieder auf Vordermann gebracht wurde und Nando und Michi das restliche Essen im Naturkühlschrank verstaut haben, sind alle ganz neugierig auf das, was ich in den letzten Tagen gebloggt habe. So sitzen alle um den Küchentisch und lesen Blog.
Der Naturkühlschrank ist übrigens ein Wandschrank, der zum Keller hin offen und daher auf natürliche Weise gekühlt ist.
Da es nun endgültig mein letzter Abend hier oben ist, sitzen wir noch lange zusammen. Allerdings muss auch der letzte Abend ein Ende haben, denn am Morgen geht es für alle weiter mit Frühstück machen, Zimmer säubern, Gäste bewirten…















