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Kletter-Ass Andrea: Der sechste Tag – Mit Nina im Hagel

01.07.2011

Am Freitagmorgen sitzen wir um 8:15 beim Frühstück und fangen an hin und her zu überlegen… Das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung, denn die Sonne, die es gebraucht hätte um die Felsen zu trocknen, an denen wir klettern wollten, versteckt sich hinter dicken Wolken.

Wir überlegen, dass wir wenigstens den Klettersteig Sulzfluh gehen. Ernst, der Chef vom Berghaus Sulzfluh, ist bereit uns ein Stück den Berg hinauf zu fahren. Um 9 Uhr treffen die Jungs von Bergleben.de bei uns ein und wir fahren los.

Unterwegs beginnt es plötzlich zu hageln. Wir beschliessen, dass wir zunächst zur Carschinahütte laufen.

Nina hat früher dort gearbeitet und kennt daher Tom und Roman. Unser Plan ist, dass wir uns dort ersteinmal aufwärmen und wir alles, was wir nicht brauchen dort ablegen. Dann wollten wir etwas abwarten, wie das Wetter sich verändert und dann weitersehen.

Als wir ankommen, ist die Freude bei Tom, Roman und Nina groß. Sie haben sich alle lange nicht gesehen. Wir verbringen einige Zeit in der Hütte, trinken etwas und schauen uns noch einmal die Topographie des Klettersteiges an um herauszufinden, ob es im Notfall Ausstiegsmöglichkeiten gäbe.

Da das Thermometer gerade mal 4°C anzeigt, besteht wenig Hoffnung, dass es trocknet, was das Begehen des Steiges nicht leichter macht.

Schliesslich brechen wir auf, um es einfach zu versuchen. Immer wieder hagelt es. Aber so es ist eben in den Bergen: Man kann nie sicher sein, wie das Wetter am nächsten Tag, oder sogar in der anderen Tageshälfte wird. Die Laune verdirbt uns das trotzdem nicht.

Schliesslich kommen wir am Einstieg an und versuchen unser Glück.

Bei der einzigen und letzten Möglichkeit auszusteigen, beschliessen wir die Begehung abzubrechen. Es ist einfach zu gefährlich bei dem Wetter. Wir queren die Wand bis zum nächsten Geröllfeld und laufen über das Geröll hinunter bis zum nächsten Weg. Ein Stück laufen wir noch zusammen in Richtung Hütte zurück, bis sich Nina an einem Abzweig verabschiedet, um zu ihrem Auto zurückzulaufen. Wir machen noch ein Abschiedsfoto:

Dann laufen die beiden Jungs und ich zur Carschina zurück. Sie holen dort ihre Ausrüstung ab und steigen dann auch wieder ab.

Ich bin froh, wieder da zu sein! Eigentlich war ja geplant, dass ich noch eine Nacht im Berghaus Sulzfluh in Partnun übernachte. Dort habe ich am Morgen nach dem Frühstück noch die Getränke vom Abendessen bezahlt und gesagt, dass ich wahrscheinlich am Abend nicht dort übernachte. Darauf hieß es, dass ihnen das ganz recht sei, weil es zum Freitagabend immer viele Gäste gibt und sie dann ein Bett mehr haben. Umso schöner ist es dann für mich, auf der Carschina wieder willkommen geheissen zu werden.

Ich helfe dann wieder mit das Essen für die Gäste vorzubereiten (es gibt Aelplermakkaronen und eine vegetarische Variante der Aelplermakkaronen), Getränke auszugeben und abzuwaschen. Schliesslich gibt es auch für uns Abendessen. Sonja hat Ratatouille gemacht. Scheinbar können hier oben alle hervorragend kochen! Ob das ein Einstellungskriterium ist? Ich hoffe nicht! Schliesslich will ich gerne wiederkommen :-)

Nachdem die Küche wieder auf Vordermann gebracht wurde und Nando und Michi das restliche Essen im Naturkühlschrank verstaut haben, sind alle ganz neugierig auf das, was ich in den letzten Tagen gebloggt habe. So sitzen alle um den Küchentisch und lesen Blog.

Der Naturkühlschrank ist übrigens ein Wandschrank, der zum Keller hin offen und daher auf natürliche Weise gekühlt ist.

Da es nun endgültig mein letzter Abend hier oben ist, sitzen wir noch lange zusammen. Allerdings muss auch der letzte Abend ein Ende haben, denn am Morgen geht es für alle weiter mit Frühstück machen, Zimmer säubern, Gäste bewirten…

Kletter-Ass Andrea: Planen für den großen Tag

30.6.2011

Mein Plan sieht vor, dass ich heute nach Partnun absteige, um am Freitag vom Berghaus Sulzfluh aus mit Nina Caprez zum Klettern zu gehen.

Nach dem Frühstück und den morgendlichen Reinigungsarbeiten packe ich schweren Herzens meinen Rucksack. Da es regnet und bewölkt ist, bleibe ich noch oben auf der Hütte und spiele ein bißchen Hüttenwirtin. Wir haben nicht so viel zu tun, daher spielen wir eine Runde Rummykub. Ich verliere haushoch! Ist ja klar: Pech im Spiel, Glück in der Liebe. Und meine neue Liebe ist die Carschina-Hütte und ihre Umgebung!

Am Nachmittag sind noch einmal ein paar Gäste da, und ich helfe noch mit beim Vorbereiten des Abendessens. Die ganze Zeit überlege ich, wie ich am Besten weiter vorgehe und beschließe letztendlich, nur Sachen für eine Nacht und das Kletterzubehör mit nach Partnun zu nehmen und nach dem Klettern wieder zur Carschinahütte zurückzukommen um den letzten Abend mit den Kollegen zu verbringen.
Irgendwann ruft Nina Caprez in der Hütte an und wir verabreden uns für 20 Uhr im Berhaus Sulzfluh.

Gegen 18.30 Uhr gehe ich los, mache noch einen Abstecher zum Partnunersee und gehe dann zum Berghaus.

Dort treffe ich zwei Männer, die in der Nacht vorher bei uns übernachtet haben und setze mich zu ihnen, bis Nina eintrifft.
Wir essen zusammen zu Abend und besprechen dann bei Kerzenlicht den Plan für den nächsten Tag zusammen (siehe Foto ganz oben).

Dann stoßen noch zwei Journalisten von www.bergleben.de zu uns. Sie wollen uns am nächsten Tag begleiten. Eigentlich dachten sie, wir gehen den Klettersteig. Damit bin ich aber nicht so ganz einverstanden, denn den kann ich auch alleine machen. Also beschließen wir eine Route mit 4 Seillängen im Schwierigkeitsgrad 6-7 zu machen und die Jungs müssen eben sehen, wie viel sie filmen und fotografieren können. Den Klettersteig wollen sie dann eventuell auch noch alleine machen.

Gegen 22.00 Uhr gehen wir ins Bett, um am nächsten Tag gut ausgeschlafen an die Wand zu gehen.

;)

Traumjob Felstour mit Kletter-Ass: Die Gewinnerin ist gekürt!

Nanu, eine Siegerin aus der Schweiz? Kurz war ich verblüfft, aber dann war alles klar: Die Gewinnerin des zweiten Traumjobs kommt aus der Sächsischen Schweiz – und freut sich auf abenteuerliche Tage in Graubünden.

Spannend wie eine Kletter-Tour am Südgrat des Piz Cavardiras war sie, die Entscheidung über den zweiten Traumjob-Gewinner des Jahres. Am Ende erklomm eine Frau eine Seillänge vor den 60 Mitbewerbern das Siegerpodest: Andrea P. aus Dresden wird vom 25. Juni bis zum 2. Juli ihrem Job als Physiotherapeutin vorübergehend an den Nagel hängen und sich zunächst als Hüttenwirtin auf der Carschina-Hütte bewähren. Das Bergleben sollte ihr liegen, denn sie hat in “ihrer” Schweiz viel Erfahrung beim Klettern und Wandern gesammelt. Und mit den Gästen wird sie auch prima klar kommen, denn wie heißt es in ihrem Profil: “Ich kann offen auf die Leute zugehen und komme mit (fast) jedem ins Gespräch.”

Als Belohnung für den Hütten-Job winkt Andrea, und jetzt werde ich schon wieder neidisch, eine Tour durch den Klettersteig Sulzfluh und als Höhepunkt ein Tag mit Kletter-Ass Nina Caprez am Fels. Ich schätze mal, Nina muss sich anstrengen: Andrea klettert nicht nur, sie läuft auch Marathon, fährt Rad, spielt Volleyball und tanzt gerne Salsa – das klingt nach einem sportlichen Multitalent! Wir wünschen auf jeden Fall jede Menge Spaß und tolle Erfahrungen – und das gilt auch für die Gewinner unter denen, die beim Traumjob mit Kletter-Ass abgestimmt haben. Sie dürfen ebenfalls auf die Carschinahütte und von dort aus mit einem Bergführer auf Tour gehen. Wer weiß, vielleicht treffen sie sogar unsere Hüttenwirtin.

Wer sich ebenfalls einen Traumjob sichern will, sollte sich schleunigst bewerben: Die Frist für den vierten Job “Ranger im Nationalpark” läuft nur noch bis 1. Juni! (uwe)

Unsere Berge putzen wir selbst: Das Video zum Traumjob mit Kletter-Ass

Bis 11. Juni könnt ihr euch noch für den Traumjob als Wirt(in) der Carschina-Hütte bewerben, ein Tag am Fels mit Kletter-Ass Nina Caprez inklusive. Und wenn euch die beiden Damen im Video nicht überzeugen können, dann weiß ich auch nicht. Ganz ehrlich, das haben die beiden, die ja nur im Nebenberuf Schauspielerinnen sind, toll hingekriegt. Und ich bin schon gespannt, ob für die nächsten Jobs ähnliche Videoauftritte hingelegt werden.

Der Zähler für den Kletter-Job steht momentan bei 48, die Konkurrenz ist also groß. Aber wenn Ihr jetzt Euer Bewerbungsformular ausfüllt, habt Ihr noch alle Chancen auf den zweiten Traumjob. Und denkt daran: Unsere Berge putzen wir selbst, Ihr müsst nur klettern! (uwe)

Traumjob für Kletterer: Eindrücke, Ausblicke, Lesestoff von Nina Caprez

35 Kletter-Fans haben sich bis heute für unseren zweiten Traumjob beworben: Eine Woche auf der Carschina-Hütte im Prättigau, Klettersteig Sulzfluh und als absolutes Highlight ein Tag am Fels mit Kletter-Ass Nina Caprez. Die Bündnerin war Anfang April im spanischen Oliana, um die Outdoor-Saison zu eröffnen. Einen prima Eindruck von ihrem Können und ihrer Begeisterung für den Klettersport könnt ihr euch in ihrem Blog verschaffen, den sie bereits seit 2008 befüllt.

Perfekte Lektüre für die Osterfeiertage, ganz zu schweigen von den tollen Fotos. Ein Blick hinein sollte auf jeden Fall Lust machen, sich für Traumjob Nummer zwei zu bewerben – das ist noch möglich bis 11. Mai! Oder mal einen Abstecher ins Prättigau zu machen, um mit Hilfe eines Bergführers den Klettersteig Sulzfluh zu erobern.

Ganz egal, was ihr an Ostern macht – ich wünsche euch sonnige Feiertage. Fragen zu den Traumjobs könnt ihr wie immer gerne in den Kommentaren hinterlassen, ich schaue spätestens am Dienstag wieder hier vorbei. (uwe)